GTA IV

Archigram

 


Prof. Dr. Matthias Schirren

Geschichte und Theorie der Architektur IV

Vorlesung mit Übung, Pflichtfach (4 SWS)

Jenseits des Hauses. Architektur und Theorie der Moderne in Norditalien

Exkursion und Seminar, Pflichtfach (4 SWS)

Die neue Urbanität der 1960er Jahre manifestierte sich zunächst als  Zweifel an der Idee des Hauses als zweckgebundener „Wohnmaschine“ und der Stadt als „Arbeitswerkzeug“ (Le Corbusier).
Das Seminar thematisiert bau- und raumkünstlerische Interventionen, die den urbanen Raum mit Momenten des Spiels akupunktier(t)en. Der Begriff des Spiels wird dabei weit gefasst. Untersucht werden Projekte die ein rein funktionales Nutzungsgebot von Stadtraum und Architektur verunsichern oder ironisch brechen, indem sie Routinen im Sehen, Orientieren oder Bewegen in Frage stellen.
Im Hintergrund steht dabei die bereits in den 1960ern auch von Architekten begrüßte These vom „spielenden Menschen“ des niederländischen Kulturhistorikers Johan Huizinga. Sie scheint in heutigen Phänomenen wie Flashmob, Stadtintervention, Parkour aktualisiert.

Zeit und Ort:
Seminar, Dienstags 9.00-10.30 Uhr, Raum 1/U 62
Übung, Dienstags 10.30 – 12.00 Uhr, Raum 1/U 62
Beginn 16.Oktober 2012

 

Seminarleistungen:
Mündliche Zusammenfassung der Charakteristika von Kunst als Spiel auf Grundlage der gemeinsamen Lektüre (= Zwischentestat 27.11.), mündliches Referat zu einem Gebäude oder Projekt (pro Person 20 Min.), schriftliche Ausarbeitung Referat (12 000 – 13 000 Zeichen pro Person). Die Gesamtnote setzt sich aus den Teilnoten Zwischentestat (1/4 Note), mündliches Referat (1/4 Note) und schriftliche Ausarbeitung (1/2 Note) zusammen.
 .

Seminartermine:

Di 16.10.

Einführung in das Seminar
Einführung in das Seminarthema, Vorstellung des Seminarprogramms
Vergabe der Referatsthemen und Ausgabe der Texte
Übung: Vorbereitung  der Textauswertung und der Debatte zu Huizinga

Di 23.10.

[keine Lehrveranstaltung/ All-School-Charrette]

Di 30.10.

[keine Lehrveranstaltung/ Mailand-Exkursion]

Di 06.11.

Der spielende Mensch – Kultur als Spiel
Besprechung der Lektüre: Johan Huizinga „Homo Ludens“.  Debatte zur zeitgenössischen Relevanz Huizingas
Übung: Vorbereitung der Textauswertung zu Schiller und Gadamer

Di 13.11.

Kunst als Spiel
Besprechung der Lektüre: Friedrich Schiller „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ und Hans Georg Gadamer „Die Aktualität des Schönen. Kunst als Spiel, Symbol und Fest“
Übung: Grundlagen zur Referatsvorbereitung 

Di 20.11.

Stadt, Arbeit, Spiel
Inputvorlesung: „Stadt der Arbeit: als Fordismus und Taylorismus Einzug in Stadt und Architektur erhielten“
Diskussion: Stadt der Arbeit vs. Stadt des Spiels
Übung: Vorbereitung Seminartreffen 04.12.

Di 27.11.

Zwischentestat
Mündliche Zusammenfassung: Charakteristika der Kunst als Spiel und Vorstellung der Referatsrecherche
Übung: Vorbereitung Seminartreffen 11.12.

Di 04.12.

Aufs Spiel gesetzt: Physikalische Welt
Präsentation von mit psychogeographischer Technik erstellten Itineraren
Übung: Vorbereitung Seminartreffen 18.12.
 

Di 11.12.

Aufs Spiel gesetzt: Zweckverhaftung
Referate zu Constant „New Babylon“, Bernard Tschumi „Folies“
Übung: Vorbereitung Seminartreffen 08.01.

Di 18.12.

Aufs Spiel gesetzt: Funktionstrennung / Trennung von öffentlicher und privater Sphäre
Referate zu Rachel Whiteread „House“, Gordon Matta-Clark „Bronx Floors“
Übung: Vorbereitung Seminartreffen 15.01.

Di 08.01.

Aufs Spiel gesetzt: Routinen im Sehen, Orientieren und Bewegen
Referate zu Situationisten „dérive“/ psychogeorgrafische Stadtkarten, Diller & Scofidio „Slow House“
Übung: Beratung schriftliche Ausarbeitung

Di 15.01.

Aufs Spiel gesetzt: Äquivalenz und Repräsentation
Referate zu Thomas Hirschhorn „Bataille-Monument“, Vito Acconci „Vorplatzgestaltung des Obersten Gerichtshofes Carson City“
Übung: Beratung schriftliche Ausarbeitung

Di 22.01.

Abschlussdiskussion

Di 29.01.

[keine Lehrveranstaltung/ Diplomvorstellungen]